Fabian Dirscherl

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Studiengangsmanager und Fachstudienberater
Institut für Linguistik
Abteilung Linguistik/ Germanistik (ILG)

Kontakt

+49 711 685-84864

Keplerstraße 17
70174 Stuttgart
Deutschland
Raum: 1.033

Sprechstunde

Aktuell: Mittwoch und Donnerstag, 10:00 – 12:00 Uhr

(In der vorlesungsfreien Zeit: Mittwoch 10:00 – 13:00 Uhr)

Fachgebiet

Aktuelle Forschungsinteressen:

Formen sprachlicher Anführung (quotation)

Rede- und Gedankendarstellungen

Erlebte Rede

Funktionen am Institut:

Studiengangmanagement und Fachstudienberatung

Mitarbeit in den Prüfungsausschüssen BA Linguistik und Master Sprachtheorie und Sprachvergleich und im Zulassungsausschuss Master Sprachtheorie und Sprachvergleich

Mitglied in der Auswahlkommission BA Linguistik

ERASMUS-Koordinator

Ansprechpartner für Bafög

(Stellvertretender) Vertreter des Mittelbaus im Senatsausschuss Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs

Erlebte Rede als oratio mixta. In: Linguistische Berichte Sonderheft 27, in Vorbereitung, 129-152.

(zusammen mit Jürgen Pafel)
Die vier Arten der Rede- und Gedankendarstellung: Zwischen Zitieren und Referieren. In: Linguistische Berichte 241, 2015, 3–47.

 

Aktuelle Lehre (Wintersemester 2019/20)

Seminar "Pragmatik I" Campusnummer: 182191200

Wir werden uns im Wintersemester genauer mit den zentralen Inhalten der linguistischen Pragmatik beschäftigen. Sprachlicher Kontext, Implikaturen, Präsuppositionen und Sprechakte werden dabei im Mittelpunkt stehen, wir werden aber auch zur Vertiefung einen besonderen Augenmerk auf Höflichkeit, ironische Äußerungen und das sog. "Bullshitting" legen.

Fortgeschrittene Seminare der letzten Semester (Auswahl):

"Sprechakttheorie (Pragmatik II)" (SoSe 19)

Wir werden uns im Sommersemester genauer mit sprachlichen Handlungen (sog. Sprechakten) auseinandersetzen. Ausgehend von den grundlegenden Arbeiten von Austin und Searle werfen wir einen Blick auf den Aufbau von Sprechakten, ihren Gelingensbedingungen und ihrer Klassifikation. Anschließend sind eine ganze Reihe von Vertiefungen denkbar: Indirekte Sprechakte und ihre Analyse, Höflichkeit und Unhöflichkeit, Täuschungen (Lügen, Heucheln, Unehrlichkeit), verbale Aggression (Beleidigen, Drohen, Beschimpfen) und die Analyse eher ungewöhnlicher sprachlicher Handlungen wie "jemanden verwünschen" oder den "Sprechakten der Lyrik" (Heinz Schlaffer). Am Ende des Seminars wollen wir uns an konkrete Sprechaktanalysen wagen und uns mit den damit verbundenen Schwierigkeiten auseinandersetzen.

"'Leichte Sprache' aus linguistischer Sicht" (SoSe 19)

Eine ganze Reihe von Menschen hat aus unterschiedlichen Gründen Schwierigkeiten, standardsprachliche Texte zu verstehen. Dazu gehören Menschen mit kognitiven oder sensorischen Beeinträchtigungen, darunter auch Personen, die unter Demenz oder Aphasien leiden. Weitere Adressatengruppen sind funktionale Analphabeten, prälingual Gehörlose aber auch Migranten, die Deutsch als Fremdsprache ungesteuert erlernen. "Leichte Sprache" soll diesen Menschen Zugang zu schriftlichen Texten und damit Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen, basierend auf einem Recht auf verständliche Informationen für alle. Gleichzeitig wird "Leichte Sprache" in der Öffentlichkeit oft heftig und emotional kritisiert, meist in Unkenntnis der oben genannten Zielgruppen. Wir wollen uns im Sommer aus linguistischer Perspektive genauer darüber klar werden, was "Leichte Sprache" eigentlich ist und mit welchen besonderen Schwierigkeiten die verschiedenen Adressaten im Textverständnis konfrontiert sind. Im Fokus werden hierbei pragmatische Sprachstörungen stehen. Wir werden uns auf dieser Grundlage Teile des Regelwerkes "Leichter Sprache" genauer anschauen und versuchen, uns die Herausforderungen zu vergegenwärtigen, diesem inkludierenden Anspruch gerecht zu werden. Gleichzeitig ermöglichen uns die Übersetzungen von standardsprachlichen Texten in "Leichte Sprache" interessante Einblicke in unsere eigene Sprachkompetenz.

"Erlebte Rede aus linguistischer Sicht" (SoSe 18)

Wir beschäftigen uns im Sommer mit der sog. Erlebten Rede, die in den letzten Jahren wieder verstärkt in das Blickfeld der Linguistik geraten ist. Im Seminar versuchen wir, eine adäquate linguistische Beschreibung zu erarbeiten. Dafür müssen wir erst die Erlebte Rede in den weiteren Zusammenhang von Rede- und Gedankendarstellungen in narrativen Texten einordnen ((In-)direkte Rede, Innerer Monolog, Bewusstseinsstrom, Berichtete Rede etc.) und uns detailliert mit den verschiedenen Formen von sprachlicher Anführung und Zitat auseinandersetzen, die in der englischsprachigen Fachliteratur unter dem Begriff "quotation" diskutiert werden: reine Anführung, Voll- und Teilzitate, "mixed quotation", "scare quoting", "unquotation", "quasi-quotation" etc.
Das Seminar richtet sich an alle Studierende mit soliden Kenntnissen in Semantik und Pragmatik und Interesse an narratologischen Fragen.

"Wahrnehmung" (WiSe 17/18)

Im Wintersemester werden wir uns mit den sprachlichen Mitteln beschäftigen, die es uns ermöglichen, über eigene oder fremde Wahrnehmungen zu sprechen. Mögliche Themen sind: Was ist Wahrnehmung überhaupt? Was heißt es, visuell, auditiv, olfaktorisch etc. wahrzunehmen? Welche Wahrnehmungsverben gibt es und wie können wir sie klassifizieren (syntaktisch und semantisch)? Welche syntaktischen Konstruktionen sind möglich? Wie könnte eine deskriptive Taxonomie für Wahrnehmungsberichte aussehen? Wie geht man in der Literaturwissenschaft mit Wahrnehmung um?

Kontrafaktische Äußerungen (mit Jürgen Pafel) (WiSe 16/17)

'Wenn die Britten für den Verbleib in der EU gestimmt hätten, wäre Europa viel erspart geblieben.' Mit dieser Äußerung stellen wir eine Behauptung auf über das, was in einer kontrafaktischen Situation, d.h. in einer Situation, die nicht dem entspricht, wie die Welt ist, der Fall ist. Über den Wahrheitsgehalt einer solchen Äußerung kann man mit Gründen streiten. In manchen Fällen ist man sich schnell einig. Die semantische Struktur von Sätzen, die von kontrafaktischen Situationen handeln, und die Fähigkeit, entsprechende Äußerungen zu verstehen und zu beurteilen, bilden das Thema dieses Seminars. Dabei werden wir neben kontrafaktischen Konditionalen (wie dem Eingangsbeispiel) etliche weitere Konstruktionen betrachten, die sich durch den Bezug auf Kontrafaktisches auszeichnen.

Frühere Semester (komplett):

Sommersemester 2015: Seminar "Sprache und Evolution".

Wintersemester 2015/16: Seminar "Syntax I" , Projektseminar "Sprachpaten für Flüchtlinge".

Sommersemester 2016: Seminar "Ironische Äußerungen (Pragmatik II)", Seminar "Metarepräsentationen" (mit Jürgen Pafel),  Projektseminar "Sprachpaten für Flüchtlinge" (in Kooperation mit der Staatsgalerie Stuttgart).

Wintersemester 2016/17: Seminar "Pragmatik I", Seminar "Kontrafaktische Äußerungen" (mit Jürgen Pafel), Schlüsselqualifikation "Wir schreiben einen linguistischen Fachtext" (mit Jürgen Pafel), Projektseminar "Sprachpaten für Flüchtlinge" (in Kooperation mit der Staatsgalerie Stuttgart).

Sommersemester 2017: Seminar "Sprachliche Mittel der Bewusstseinsdarstellung", Projektseminar "Sprachpaten für Geflüchtete" (In Kooperation mit dem museumSurfing Stuttgart), Projektseminar: "Im Dialog mit Geflüchteten – Gesellschaftspolitische Themen" (mit Yvonne Zimmermann).

Wintersemester 2017/18: Seminar "Pragmatik I" , Seminar "Wahrnehmung" , Projektseminar "Im Dialog mit Geflüchteten - Gesellschaftpolitische Themen" (mit Yvonne Zimmermann), Projektseminar "Sprachpaten für Geflüchtete" (mit Yvonne Zimmermann und Marcus Willand) 

Sommersemester 2018: Seminar: "Erlebte Rede aus linguistischer Sicht",  Projektseminar: "Sprachpaten für Geflüchtete" (mit Yvonne Zimmermann), Projektseminar: "Im Dialog mit Geflüchteten - Gesellschaftpolitische Themen" (mit Yvonne Zimmermann).

Wintersemester 2018/19: Seminar "Syntax I", Seminar "Pragmatik I"

Sommersemester 2019: Seminar: "'Leichte Sprache' aus linguistischer Sicht", Seminar "Sprechakttheorie".

Das Projektseminar "Sprachpaten für Geflüchtete" (geleitet von Yvonne Zimmermann, Marcus Willand und Fabian Dirscherl) wurde vom DAAD im Rahmen des Welcome-Programms gefördert und darüber hinaus von der Universität Stuttgart nominiert für den Landeslehrpreis 2017. Seit dem Sommersemester 2017 haben Yvonne Zimmermann und Fabian Dirscherl das die Sprachpatenschaften ergänzende Projektseminar "Im Dialog mit Geflüchteten" angeboten, um auf das gestiegene Sprachniveau der Geflüchteten reagieren zu können. Auch "Im Dialog" wurde vom DAAD über das Welcome-Programm gefördert. 

Das Projektseminar kann voraussichtlich im Sommersemester 2019 über das Sprachenzentrum der Universität Stuttgart weitergeführt werden.

HORADS-Interview mit Laura Robustino zu den Projektseminaren

Projektbeschreibung "Sprachpaten für Flüchtlinge" und "Im Dialog mit Geflüchteten"

Das Projektseminar "Sprachpaten für Flüchtlinge" auf den Seiten des DAAD 


Kennenlerntreffen WiSe 16/17

Kennenlerntreffen25.10.16

Kennenlerntreffen WiSe 17/18

KennenlerntreffenWiSe1718

Mit Karin Leonte: Kinderuni Tuttlingen am 23.02.2019: "Was lernen wir eigentlich, wenn wir Sprache(n) lernen?"

Übergang Gymnasium-Hochschule: Arbeitstagung der Konzeptionsgruppen "Vertiefungskurs Sprache" und "Akademische Lehr- und Lernformen am Gymnasium" am 20.09.2018 (Bad Wildbad, Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen): "Wissenschaftliche Grundlagen für das Basismodul 'Phänomen Sprache'"

Im Rahmen der 40. Jahrestagung der DGfS in Stuttgart am 07.März 2018: "Erlebte Rede als oratio mixta" (abstract

Mögliche Themen für Bachelorarbeiten können in meiner Sprechstunde besprochen werden. Eine erste inhaltliche Orientierung bieten die Lehrveranstaltungen der vergangenen und des aktuellen Semesters (s.o.). 

Da ich jedes Semester nur eine begrenzte Zahl von Abschlussarbeiten betreuen und prüfen kann, ist es vorteilhaft, sich frühzeitig mit mir in Verbindung zu setzen.

Arbeitsgruppe "Plagiatsprävention" (geleitet von Ursula Meiser und Fabian Dirscherl)

(in dem Zusammenhang mit Tony Franzky & Fabian Bross: Ghostbusting the Writer. Academic Ghostwriting in Germany—A Quantitative Study, PRINTEGER European Conference on Research Integrity 2018, University of Bonn, Germany, 02-06-2018.)

(in dem Zusammenhang: Leitfaden für Studierende zur Vermeidung von Plagiaten (AG Plagiatsprävention))

Arbeitsgruppe "Bildung und soziale Ungleichheit"

(in dem Zusammenhang: Diskussionspapier "Bildung und soziale Ungleichheit")

Runder Tisch Diversity 

Arbeitsgruppe "Basisdienste der Fakultät 9" 

Redaktionsgruppe "Vertiefungskurs Sprache an Gymnasien"  (Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg)

(in dem Zusammenhang: Vertiefungskurs Sprache (Landesbildungsserver Baden-Württemberg) und Bildungsplan "Vertiefungskurs Sprache")

Arbeitsgruppe "Arbeitszeit" 

Vertreter der Linguistik für die Pilotstudiengänge Germanistik und Lehramt Deutsch im Projekt OSA

Porsche-Ausbildungszentum1

Umgang mit hocherregten Menschen in Sozialsystemen (2019)(ProDeMa: Professionelles Deeskalationsmanagement)

Umgang mit schwierigen Beratungssituationen (2018)(Gesundheitsmanagement Universität Stuttgart)

Expertentagung: Gelingensbedingungen des Studiengang-Monitoring (2018)(Hochschulrektorenkonferenz Projekt nexus "Übergänge gestalten, Studienerfolg sichern)

Fachveranstaltung Engagement in der Flüchtlingsarbeit - Ziele und Herausforderungen (2018)(Stadt Stuttgart)

Trauma-Awareness: Traumata erkennen und Hilfsangebote vermitteln (2016)(Internationale DAAD Akademie)

Flüchtlingsinitiativen deutscher Hochschulen (2016)(Internationale DAAD Akademie)

2. Praktiker- und ExpertInnenworkshop Plagiatsprävention - PEP 2016 (Universität Konstanz)

Plagiate verhindern - Ursachen erkennen, Lehre gestalten, mit Fällen umgehen (2016) (HDZ)

Onlinemediensucht bei Studierenden (2015) (Projekt "Netzwerk Beratung an der Universität Stuttgart")

Prüfungsrecht und Prüfungsorganisation (2015) (Projekt "Netzwerk Beratung an der Universität Stuttgart")

Umgang mit krisenhaften Situationen (2015) (Projekt "Netzwerk Beratung an der Universität Stuttgart")

Studienkompetenz (2014) (Projekt "Netzwerk Beratung an der Universität Stuttgart")

"Warum sind die anderen so anders?" Kompetenz für die Arbeit mit interkultureller Vielfalt in der Beratung (2014) (Im Rahmen der Fortbildungsreihe "Exzellente Beratung an exzellenten Hochschulen")

Einführung in den Personenzentrierten Kommunikations- und Beratungsansatz (2012) (HDZ)

ILIAS-Einsatz in der Lehre: Didactic meets Technic (2008) (HDZ)

Lernprobleme und Lernstrategien (2008) (HDZ)

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